Begegnungen und Erlebnisse in Worten und Bildern..
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"KarSo-unterwegs" - Begegnungen und Erlebnisse- in Worten und Bildern.
"KarSo-unterwegs"- Begegnungen und Erlebnisse-in Worten und Bildern. 

"ZECHE ZOLLERN"

-LWL-Industriemuseum-

Dortmund

Nordrhein-Westfalen

Das soll mal eine Zeche gewesen sein?

Wenn nicht die hohen Fördergerüste über alles andere herausragen würden, könnte man davon ausgehen, daß ich mich hier auf einem hochherrschaftlichem fürstlichen Anwesen befinde.

Zinnen, Erker, Türmchen, repräsentative rote Backsteinfassaden fesseln mich auf den ersten Blick.

Wie wurde die Zeche von den Herren der Gelsenkirchener Bergwerks AG genannt:

"EIN  SCHLOSS DER ARBEIT"

Nach den Plänen des Architekten

"PAUL KNOBBE"

wurde sie in der Zeit von 1898 bis 1904 erbaut,

ebenso wie die

"KOLONIE LANDWEHR"

 die mit ihren schmucken stilvollen Gebäuden vor dem Zechengelände zu sehen ist.

Schon der Weg vom Parkplatz zum Eingang, mit seinen schönen alten Bäumen, ist eine Augenweide.

Durch einen Rundbogen aus Backstein betrete ich die ehemalige

"MARKENKONTROLLE"

und kann schon hier einige kleine Exponate bewundern. 

Mein nächstes Ziel ist das 
Museum in der ehemaligen Lohnhalle.

Seit 1999 ist hier die

"Daueraustellung Musterzeche"

zu sehen.

Das besonderes Augenmerk ist auf die Arbeit und Alltag der Bergleute und ihrer Angehörigen im 20. Jahrhundert gerichtet..

Ich verlasse diesen sehr informativer Bereich und gehe zum 35m hohen Fördergerüst, mit dem Schachthaus. Auch hier werden wieder tiefe Einblicke in die Arbeit der Bergleute und die Förderung der Kohle geboten. Nach vielen Stufen oben angekommen, geniesse ich bei Traumwetter den tollen Weitblick, mit einer ganz anderen Perspektive auf das Zechengelände.

Wieder auf der Erde angelangt, gehe ich den Schienen nach und lande am ehemaligen Zechenbahnhof mit der Kohleverladestation und einer alten Dampflok.

Den Höhepunkt des heutigen Tages habe ich aber noch vor mir.

die Besichtigung der

"KATHEDRALE" -Maschinenhalle-.

Schon von außen etwas ganz besonderes, betrete ich durch das wunderschöne Portal die Halle.

Ein riesengrosser lichtdurchfluteter Raum erwartet mich.

Natürlich sind es bei mir erst einmal die fantastischen Fenster im Jugendstil, denen mein vorrangiges Interesse gilt.

Die großen Maschinen bilden einen starken Kontrast zu dieser prunkvollen Halle.

Damit ich diese Maschinen einmal in Aktion sehen kann, nehme ich an der Maschinenvorführung:

"In Aktion"

in der Maschinenhalle teil.

(Die kleinen Videoclips dazu könnt ihr in dem

Youtubevideo unten sehen.)

 In einem Video habe ich gesehen, daß die Keller unter der Maschinenhalle begehbar sind.

Ein paar Treppen runter und ich bin in einem abgestütztem grün beleuchtetem Bereich.

Nanu, ich traue meinen Ohren nicht. Vogelgezwitscher?

Überraschung!!!

Ich bewege mich weiter in langen, dunklen und  geheimnisvollen Gängen, die teilweise nur minimal erleuchtet sind.

Auf einmal ist da ein Raum, den ich in der Art hier nun nicht erwartet hätte.

Der

"Raum der Erinnerung".

Möbiliert im Stil der 50iger mit einem Sofa, Sessel, Tisch und gemütlicher Stehlampe. Auf dem Tisch liegen Alben mit vergilbten Fotos aus vergangenen Zeiten.

Wirklich ein tolle Idee.

Beste Kaffeezeit und ich würde gern einen heißen Kakao trinken. Um die Ecke am Gerüst über dem Wetterschacht ist das gemütliche

"RESTAURANT PFERDESTALL".

Hier bekomme ich meinen Kakao und eine verdiente Pause.

Da es nun schon später Nachmittag ist, gehe ich noch kurz in das "Historische Verwaltungsgebäude" und schaue mir die Dauerausstellung

"Geschichte der Zeche Zollern"

an.

Schon von außen sehr beeindruckend mit seiner Fassade, komme ich vor allem im Treppenhaus  aus dem Staunen nicht heraus.

Nachfolgend ein paar Impressionen

Es geht auf 18.00 Uhr zu, die Museen und der Aufgang zum Fördergerüst wird nun geschlossen.

Als ich heute am frühen Vormittag angekommen bin und einen Blick auf den Lageplan geworfen habe, dachte ich noch "Oh wie schön, sehr überschaubar.

Jetzt nach sieben bis acht Stunden habe ich immer noch nicht alles gesehen und werde noch einen zweiten Besuch machen, um auch den Rest in aller Ruhe anzusehen.

Die "ZECHE ZOLLERN"

hat einen überwältigenden Eindruck auf mich gemacht und ich kann mir eigentlich ganz schlecht vorstellen, das dies einmal ein funktionierender Zechenbetrieb gewesen ist.

Eher das Anwesen eines Fürsten oder ähnliches.Wenn ich daran denke, daß dies alles in den 60igern abgerissen werden sollte, kaum vorstellbar.

Vieles über die Gründe der aufwändiger Bauweise wird in dem Link 

"SCHLOSS der ARBEIT, FAMILIENPÜTT,

und IKONE der INDUSTRIEKULTUR"

erzählt.

Über den "Ehrenhof" gehe ich zum Parkplatz und denke

"Glück Auf".

"ZECHE ZOLLERN"

wir sehen uns wieder. Spätestens Pfingsten beim

"ONCE UPON a TIME"

Festival der Jahrmarktkultur & Strassenkunst.

 

In diesem Sinne und bis bald 

Eure

Kar So 

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