Begegnungen und Erlebnisse in Worten und Bildern..
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"KarSo-unterwegs" - Begegnungen und Erlebnisse- in Worten und Bildern.
"KarSo-unterwegs"- Begegnungen und Erlebnisse-in Worten und Bildern. 

"SCHLOSS STOLZENFELS"

Koblenz/Stolzenfels

Rheinland-Pfalz

(Klick auf das Bild)

Es war einmal ein preussischer Prinz, der ritt auf dem "Riesen der Lüfte",

einem aus der Urzeit übriggebliebenen schwanenartigen Vogel Roc, in vier Tagen und Nächten von Paris nach Asien.

Auf der Insel Borneo lernte er am goldglänzenden Hof des dortigen Königs dessen Tochter kennen.

Das "schönste Weib, das je die Erde getragen".

Natürlich verliebte er sich unsterblich in sie.

Warum schreibe ich das hier.

"DIE KÖNIGIN von BORNEO" 

ist der Titel eines Romans, den der spätere König 

"FRIEDRICH WILHEM IV."

1816/17 verfasste.

Er selbst ist der Held in dem Roman und nennt sich

"Prinz Feridoun".

Ausserdem liebte er Kunst, Literatur, das Zeichnen und vor allem die "RHEINROMANTK".

Friedrich Wilhelm IV, ist eng und maßgeblich mit der Geschichte von

"SCHLOSS STOLZENFELS"

verbunden und setzte sich ausserdem sehr für die Vollendung des 

"KÖLNER DOM"

ein.

Durch diese sehr poetische Erzählung neugierig geworden, fahre ich nach "KOBLENZ/STOLZENFELS"

um etwas mehr über die Geschichte von "Schloss Stolzenfels"  und

"Friedrich Wilhelm" zu erfahren.

Unten am Rhein ist ein Parkhaus  und von dort mache ich mich auf den Weg zum Schloss.

Der Weg führt mich unter einem gewaltigem Viadukt auf einer kurvenreichen, langen Strecke nach oben.

Aber es ist kurzweilig, da es mitten durch den zum Schloss gehörigen Landschaftspark geht und es immer wieder etwas Neues zu sehen gibt.

Das Viadukt, Wasserfälle, schöne Bäume, Farne, einfach Natur pur.

Des öfteren blicke ich nach oben und bin hoch erfreut darüber, das ich dem Schloss immer näher komme

Zirka eine halbe Stunde später bin ich fast am Ziel. Durch den Torbogen der Klausenburg (in der sich die Dienstboten-/Gästewohnungen, Remisen und Pferdeställe befanden) gehe ich die letzten Schritte bis zum Torwächterturm.

Der Eintritt (inklusive Führung) kostet 4.00/5,00 Euro und da ich bis zur nächsten Führung noch gut eine Stunde Zeit habe, werde ich erst einmal in aller Ruhe den Außenbereich erkunden. Im Schlosshof ist die fantastische Aussicht in das Rheintal mit Blick auf

"BURG LAHNECK", "KOBLENZ"

und die

"FESTUNG EHRENBREITSTEIN",

der erste Anziehungspunkt für mich.

"SCHLOSS STOLZENFELS":

Einst 1242 vom Trierer Erzbischof

"ARNOLD von ISENBURG"

als Grenz-u. später als Zollfeste erbaut, wurde sie 1689 im 

"PFÄLZISCHEN ERBFOLGEKRIEG"

zu zwei Drittel zerstört.

Die Stadt Koblenz schenkte 1823 dem späteren

König "Friedrich Wilhelm IV." die Ruine.

Hocherfreut nahm er das Geschenk an weil er, wie ich oben schon erwähnte, die Rheinromantik sehr liebte.

Die Architekten

"SCHINKEL" und "STÜLER"

haben es geschickt verstanden, die Reste der Ruine während der Bauzeit

von 1836 bis 1842

mit dem Neubau zu verschmelzen.

Entstanden ist eine wunderbare Sommerresidenz im

"Romantischen und Neugotischen Stil" 

1842 wurde die Einweihung mit einem tollem Kostümball gefeiert.

Schon sehr früh hat der König , wenn er nicht anwesend war,

 das Schloss der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Sogar die Queen von England

"VICTORIA"

und der Komponist und Pianist

"FRANZ LISZT"

besuchten 1845 zur Einweihung der Schlosskapelle, das Schloss.

Die fantastischen Gärten und der Landschaftspark sind nach den Plänen des bekannten Gartenbaukünstler

"PETER JOSEF LENNÉ"

angelegt worden.

Hier gehe ich noch ein bisschen spazieren und geniesse den Pergolagarten, die wunderbare Aussicht und die Natur.

Auf meinem Weg komme ich am Palas mit seinem grossen Wandgemälde von

"AUGUST GUSTAV LASINSKY"

vorbei ,  schaue in die blau-weiss gehaltenen Sommerhalle

und gehe zur  Kapelle.

Diese fällt von außen besonders durch ihre beiden Türme, (die mich an die Türme vom Kölner Dom und die der Apollinariskirche erinnern) auf. 

Die Kapelle besticht im Inneren durch zwölf Wandbilder in kräftigen Farben, von dem Maler

"ERNST DEGER".

Auch er gehörte der Gruppe der

"NAZARENER"

 an.

Diese Fresken stellen die Erlösergeschichte der Menschheit dar.

Ein wunderschön gearbeitetetes gusseisernes Treppengeländer zieht meine Blicke an und von der Empore hat man eine schöne Sicht in den Altarraum..

Aber nun wird es Zeit an der geplanten Führung durch die Innenräume des Schlosses teilzunehmen. Zu meiner grossen Freude bin ich fast die Einzigste Teilnehmerin. Los geht es im Palas mit den Privaträumen des Königspaars.

Die Innenräume dürfen nicht fotografiert werden.

Foto Quelle: "GDKE Rheinland-Pfalz/Pfeuffer 

Die Räume sind mit vielen Originalmöbeln aus der Zeit

Friedrich Wilhelms IV. ausgestattet.

Noch etwas zur Geschichte:

Im November 1823 heiratete der damalige Kronprinz

"ELISABETH LUDOVICA von BAYERN".

Es war eine Liebesheirat und sie hatten, was für diese Zeit

sehr untypisch war, ein gemeinsames Schlafzimmer. 

Außerdem überließ Friedrich Wilhelm aus Liebe, seiner Gemahlin die Räume mit der schöneren Aussicht. Es soll eine sehr glückliche Ehe gewesen sein, allerdings wurde ein Kinderwunsch nicht erfüllt.

Friedrich Wilhelm IV. überlebte zwei Attentate (1844 u. 1850) und er lehnte 1849 die Annahme der Kaiserkrone aus Gewissensgründen ab. 

1861 starb er nach langer Krankheit in Potsdam und wurde während dieser Zeit von seiner Gattin liebevoll betreut und gepflegt..

In den Repräsentationsräumen befindet sich der kleine "Rittersaal", der mit einem Sternenhimmel und Fresken der "Ritterlichen Tugenden" versehen ist

Der grosse Rittersaal mit seinen Rüstungen,Waffen und einem imposanten Kamin ist schon ein sehr beeindruckender Raum.

Foto Quelle: "GDKE Rheinland-Pfalz/Pfeuffer 

Diese Führung war sehr informativ und interessant. Ich kann nur empfehlen sie mitzumachen.. 

Bevor ich mich auf den Weg ins Tal mache, schaue ich mir noch die alte Küche an.

Auf dem Rückweg mache ich einen Abstecher zur 1826-33 erbauten Kirche

"ST. MENAS"

Leider ist sie heute geschlossen und ich kann nur einmal rund herum gehen.

Auf dem Friedhof  die alten Grabstellen und die Gedenksteine der

"gefallenen Soldaten" anschauen und auch von hier die fantastische Aussicht ins Rheintal geniessen.

Die letzten Treppen schaffe ich auch noch runter, nochmal durch das Viadukt und schon bin ich wieder unten am Parkhaus.

Ich verlasse "Schloss Stolzenfels" mit dem Gefühl, ein Schloss das für mich zu den Romantikschlössern am Rhein gehört

kennengelernt zu haben.

Viel habe ich über einen ungewöhnlichen König und eine große Liebe erfahren.

Auf jeden Fall werde ich im Frühsommer diesen Besuch wiederholen, da ich längst noch nicht alles gesehen habe und die Gärten in voller Pracht erleben möchte.

"Schloss Stolzenfels" gehört zum 

"UNESCO-Welterbe"  Oberes Mittelrheintal

Weitere Informationen zu Öffnungszeiten, Eintrittspreise ect. bitte der Website von

"SCHLOSS STOLZENFELS" entnehmen.

In diesem Sinne und bis bald 

Eure

Kar So 

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